Aus der Presse: Ein spannendes Spiel mit dem besseren Ende für die Kölner Gastgeberinnen

Am Ende war sie untröstlich, war es doch der entscheidende Punkt, der die Partie entschied. Zuvor aber hatte sie eine tolle Leistung als Libera abgeliefert. Claudia Müller war die „Most Valuable Player“, wie es Trainer Michael Jürgens formulierte. Vorangegangen waren fünf Sätze, die es in sich hatten und mit Gastgeber KT 43 Köln beim 3:2 (25:21,18:25,25:17,25:27,18:16) einen glücklichen Sieger sah. Der Sturm auf die Tabellenspitze der Oberliga war knapp gescheitert.

Nach zwei etwas durchwachsenen Sätzen nahm die Partie ordentlich Fahrt auf und wurde gehobenen Ansprüchen gerecht. Das Spiel war vor allem durch starke Abwehraktionen geprägt, so Michael Jürgens, „ich konnte auch viel durchwechseln“. Die Kontrahenten haben sich nichts geschenkt, sodass es für die Zuschauer auch sehr ansehnlich war. „Die Partie hatte jetzt ein hohes Niveau“, zollte der SFG-Coach beiden Teams viel Lob.

Von den Youngsters war es allen voran Anna Lene Beul, die Jürgens überzeugte, aber auch Mira Naber hatte gute Einsätze und konnte punkten. Ebenso wusste Victoria Popov als Zuspielerin zu gefallen. Auch die zweite Zuspielerin Antonia Häner bot eine fehlerfreie Vorstellung. Und doch wurde es im vierten Durchgang eng. SFG war bei 24:21dem Satzausgleich schon sehr nah, dann aber 24:25 – den Matchball haben die Gastgeberinnen versemmelt. Und gegen die Aufschläge von Kristin Bürger hatte KT nicht entgegenzusetzen. Tiebreak.

„Da war das Momentum klar auf unserer Seite“, blickte Michael Jürgens auf den fulminanten Start des Entscheidungssatzes zurück und sah seine Mädels bei 10:5 auf der sicheren Seite. „Da mussten wir das Spiel eigentlich gewinnen.“ Eigentlich. Eine richtige Erklärung für den plötzlichen Einbruch seiner Mannschaft hatte der Coach nicht. „Da spielten ihnen wohl die Nerven einen bösen Streich.“

Und es kam der Moment, der die starke Libera Claudia Müller wie ein Häufchen Elend aussehen ließ. Die sichere Annahmespielerin nahm den letzten gegnerischen Aufschlag gut an – aber zu gut. Der Ball berührt minimal die Decke. Fehler. 16:18. Aus und vorbei. „Es war dennoch ein gutes Spiel von uns, ich sah deutliche Verbesserungen gegenüber den beiden ersten Spielen“, so Jürgens abschließend und gab sich kämpferisch: „Wir stehen weiterhin auf Platz drei, und es kommt ja auch noch eine Rückrunde.“ Da muss sich KT Köln wohl warm anziehen, hört man da heraus. Zunächst aber wollen die SFG-Damen am kommenden Samstag in eigener Halle verlorenes Terrain wiedergutmachen, wenn der AVC 93 Köln seine Visitenkarte in der SFG-Halle abgibt.