Aus der Presse: Enormer Teamgeist zahlt sich aus

23 Februar 2024

Das Aufatmen bei Cheftrainer Josef Basch war unüberhörbar: „Wir wollten unbedingt zu den Westdeutschen Meisterschaften“, jubelte er, „und das ist uns eindrucksvoll gelungen.“ Ein Ziel mit einem langen Anlauf. Als im September seine Mädels der U18 in der NRW-Liga in die Saison starteten war es klar, dass in dieser höchsten Jugendklasse in NRW die Trauben sehr hoch hängen – und so kam es auch. Doch seine Truppe steigerte sich gegen hochkarätige Mannschaften – und das zahlte sich jetzt aus.

Vier Teams kamen zum letzten Showdown in der Halle des Städtischen Gymnasiums zusammen. Der Modus war bekannt: nur der Erste ist sicher qualifiziert. Der Zweite dagegen musste im Fernduell mit drei weiteren Zweitplatzierten ermittelt werden – da musste der schlechteste Zweite letztlich passen. Jeder Punkt konnte bei dieser Vorgabe entscheidend sein. Und da wollte Josef Basch personell kein Risiko eingehen: „Da kannst nicht allen Mädels gleichmäßige Einsätze geben.“

Mit dem Erkelenzer VV hatten die Basch-Mädels im ersten Satz beim 25:4 keinerlei Mühe. Aufschlagsserien seiner beiden Enkelinnen Mia und Emma sorgten sehr schnell für deutliche Verhältnisse. Die vielen Fans auf der Zuschauerbalustrade waren begeistert, die Stimmung wurde im Verlaufe des Tages immer besser. Das 25:22 war lediglich etwas Ergebniskosmetik, doch Erkelenz war kaum ein gleichwertiger Gegner.

Im Parallelspiel bezwangen die SG VolleyJunk aus Iserlohn die SG Münster, die der SFG-Coach im Vorfeld als den stärksten Gegner ansah. Und so konnte die Partie zwischen Iserlohn und SFG schon eine erste Vorentscheidung sein. Aber die Kräftebilanz im anschließenden Spiel gegen die SG VolleyJunk aus Iserlohn war ähnlich wie zuvor gegen Erkelenz. 25:12 und 25:22 war eine klare Ansage, wer hier in der Gruppe das Sagen haben würde. „Die Mädels spielten hochkonzentriert weiter“, lobte Basch sein Team.

Es war nur noch die Frage, ob die SG Münster sich noch als Stolperstein auf dem Weg zu zum großen Ziel erweisen kann. Doch mit dem 25:17 im ersten Satz war schon alles entschieden. SFG war Gruppenerster, kein Rechenschieber musste im möglichen Fernduell mit den anderen Gruppen der Qualifikationsrunde herangezogen werden. Im zumindest für SFG bedeutungslosen zweiten Durchgang witterten die Münster-Mädels noch einmal Morgenluft, konnten aber einen Satzball nicht verwerten. Die vom Trio Josef Basch, Alllon Sander und Anna Donadell betreuten Mädels setzten sich mit 26:24 durch. Die Planungen für die finalen Titelkämpfe in Erkelenz konnten sofort beginnen.

Leistungsträgerinnen waren aber natürlich nicht nur die Basch-Enkelinnen, sondern auch die Naber-Mädels und die schlagstarke Anna Lena Beul, die auf Diagonal gewohnt stark agierte. „Anna Lena spielt sonst meistens in der Mitte, doch ihre wohl stärkste Position ist Diagonal“, so Basch. Ebenso wie Emma Basch gehört auch Mira Naber noch der U16-Altersklasse an. „Beide haben sehr mutig angegriffen“, freute sich der SFG-Coach über deren Leistungsentwicklung, „und Emma hat zudem phänomenal zugespielt.“

Apropos „Emma“ – Emma Schlimm stand im Zentrum eines hervorragenden Annahmeriegels und kratzte viele Bälle am Boden weg, wenn sie nicht ohnehin schon richtig stand. Fast unauffällig, aber wirkungsvoll auch Anna Becker in der Mitte. Entscheidend aber ist laut Basch, dass die junge Truppe zum einen sehr gut mit Druck umgehen kann. Doch über allem steht der Teamgeist, der während der sechs Sätze nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch neben dem Feld deutlich zum Ausdruck kommt. „Und dazu zählen in besonderem Maß auch die Mädels, die nicht so regelmäßig zum Einsatz kommen, ich bin einfach nur stolz auf diese Mannschaft.“

Josef Basch sieht aber auch die positive Entwicklung insgesamt im Verein. „Während Iserlohn und Münster Spielgemeinschaften sind“, erläutert er, „kommen unsere Spielerinnen alle aus unserem Verein.“ Der hoffnungsvolle U18-Kader: Emma und Mia Basch, Anna Becker, Anna Lena Beul, Nala Hesse, Janne, Nele und Mira Naber, Lena Peukert, Siena Sander, Emma Schlimm.

 

Die Westdeutsche Meisterschaften der U18 finden am 2./3. März in Erkelenz statt.