Aus der Presse: Laterne, Laterne: Schlusslicht kommt

David gegen Goliath – aber da kann auch mal David gewinnen, so SFG-Trainer Michael Jürgens. Wenn am Samstag um 19 Uhr Schlusslicht TV Menden seine Visitenkarte beim Spitzenreiter VC SFG Olpe abgibt, will der Olper Coach keine Prognose abgeben. „Das sind Spiele“, so Jürgens, „in denen der Underdog den Favoriten richtig ärgern möchte. Gerade ein Aufsteiger wächst an seinen Aufgaben.“

Personell hofft der SFG-Coach auf volle Besetzung, lässt aber offen, ob dann wieder alle gesund zur Verfügung stehen. Hinter Caro Hermsen steht noch ein Fragezeichen nach ihrer Corona-Erkrankung, „aber sie hofft wieder fit zu sein. Wer weiß, was in den Tagen vor der Partie noch passiert.“

Die Trainingsbeteiligung in der Vorwoche war eher suboptimal, wie es Jürgens bezeichnete. „Am Wochenende waren viele Jugendspiele, und die Mädels trainierten in ihren Stammformationen der U18 und U20“, gibt der Coach zu bedenken, „und Kraft hat das Wochenende auch gekostet, da gerade die stärksten Spielerinnen in beiden Jugendmannschaften unersetzlich sind.“ Und genau dazu zählen gerade Mia Basch und Mira Naber.

Natürlich genießen der Trainer und seine Damen die derzeitige Situation. „Sie sind hochmotiviert und schwimmen auf der Tabellenführerwelle. Ich hoffe nur, dass sie nicht die notwendige Spannung vermissen lassen. Wir müssen hochkonzentriert auftreten wie in den letzten Spielen.“.

Und diese letzten Spiele waren in Aachen gegen PTSV 3 sowie zuhause gegen AVC 93 Köln, jeweils 3:1. Aber es zeigt auch, dass die SFG-Damen noch nicht die Konstanz an den Tag legen können, die es braucht, um oben zu bleiben. „Und daran müssen wir arbeiten“, so Michael Jürgens, „wenn wir die Komfortzone nicht verlassen wollen.“ SFG liegt derzeit mit einem Spiel weniger vor dem härtesten Verfolgern AVC Köln, Hildener AT und SV Wachtberg.

Menden hat als Letzter erst einen Sieg eingefahren, aber in vier der fünf Begegnungen Sätze gewonnen. Darunter sind der Zweite, Dritte und Vierte der Liga – ein Hinweis, dass der Aufsteiger voll dagegenhält. Der bislang einzige Erfolg gelang Menden gegen Aachen mit 3:2, und SFG gab gegen Aachen zumindest einen Satz ab. Das sollte Warnung genug sein, dass am Ende tatsächlich nicht David gegen Goliath siegt.

 

Bezirksliga

Am Sonntag sind die ersten Vier der Bezirksliga in der SFG-Halle unter sich. SFG 3 trifft als Dritter um 13 Uhr im Verfolgerduell der Bezirksliga auf den Zweiten vom VC Freudenberg. Die Mädels von Josef Basch müssen sich mit einem Gegner auseinandersetzen, der nach vier Spielen ohne Satzverlust auch noch eine total weiße Weste hat. Da ist Hochspannung angesagt. Ganz oben in der Bezirksliga thront der TV Eitorf mit einer sehr gleichmäßigen Bilanz: Fünf Spiele, fünf Siege – und alle jeweils 3:1. Nach der Partie SFG gegen Freudenberg spielt Eitorf gegen den Vierten vom TV Kredenbach-Lohe. Die Tabellenspitze könnte gehörig durcheinandergewirbelt werden.

 

Landesliga

In der Landesliga hatte SFG 2 in einer vorgezogenen Begegnung Tabellenführer CVJM Siegen zu Gast. Aber der Heimvorteil nutzte nichts, Siegen setzte sich mit einem vor allem in der Endphase sicheren 3:0 (25:20,25:23,25:14) durch. Nach gutem Start in die Saison ist bei den Franziskus-Mädels mit zwei Niederlagen in Serie gegen das Spitzenduo Siegen und Sümmern etwas Ernüchterung eingetreten. Kader: Aleyna Konal, Leonie Althoff, Nina Kebbekus, Jennifer Rüsche, Jana Kraft, Nele Faber, Katharina Sander. Emma Schlimm, Mirja Leusing, Hannah Aßmann, Juliane Greil.