Aus der Presse: SFG Olpe überwintert in der Oberliga auf Platz eins

Die Liga hat für SFG gespielt, doch die Volleyballerinnen des VC SFG Olpe hätten es fast versäumt, beim Hildener AT ebenfalls für sich zu spielen. Doch am Ende einer wechselvollen Begegnung bezwangen die Damen von Trainer Michael Jürgens in Hilden die Gastgeber von der Allgemeinen Turnerschaft mit 3:1 (20:25,25:22,25:17,25:23) und profitierten gleichzeitig vom 2:3 des SV Wachtberg gegen den AVC 93 Köln. Und da auch Bayer Dormagen gegen SV Menden beim 3:2 einen Punkt liegen ließ, wird Olpe auf jeden Fall als Tabellenführer in die Weihnachtsferien gehen.

„Wir haben uns sehr schwergetan“, berichtete die routinierte Außenangreiferin Kristin Bürger, „Hilden setzte uns mit extrem starken Aufschlägen unter Druck, dem hatten wir zunächst nichts entgegenzusetzen.“ Und das führte sofort „stimmungstechnisch“ zu Problemen. Auch die Einwechslung von Anna Lena Beul für Sabrina Küppers zu Beginn des zweiten Satzes brachte noch nicht die erhoffte Wende.

Aber als Chefcoach Michael Jürgens die erfahrene Annika Seidel für Antonia Häner beim Stand von 4:10 als Zuspielerin einwechselte, wurde der Schalter bei den Gästen langsam umgelegt. „Annika sorgte sofort für den notwendigen Stimmungsumschwung“, sah Kristin Bürger den Wechsel als entscheidenden Schachzug zur Wende, „es war vorher, aber auch nachher alles Kopfsache.“ Die Gastgeber verteidigten zwar zunächst noch vehement ihre Führung, doch erst eine Aufschlagsserie von Mittelangreiferin Caro Hermsen brachte das SFG-Schiff ins richtige Fahrwasser – 25:22.

Ohne weitere personelle Umstellungen konnten die Franziskus-Damen mit 25:17 auch den dritten Satz nach Hause bringen, bevor schließlich mit 25:23 der Drei-Punkte-Sieg sichergestellt war. Bei einer 8:7-Führung brachte der SFG-Coach noch Mira Naber für Mia Basch und wechselte erst in der Endphase bei 23:20 zurück. Und da sich zuweilen Geschichte auch wiederholt, sorgte Anna Lena Beul mit ihren Granatenaufschlägen für die beiden letzten Punkte und wiederholte damit das finale Ende der Partie wie schon in der Vorwoche gegen Menden. Da waren zwei Asse von ihr der Schlussakkord.

Die starke U18-Spielerin war nach Ansicht von Co-Trainer Damian Himmel die „wertvollste Spielerin“ des Tages, wohingegen Trainer Michael Jürgens mehr zu Kristin Bürger und Annika Seidel tendierte. Unter dem Strich war es natürlich ein kollektiver Erfolg, an dem auch Libera Claudia Müller großen Anteil hatte.

 

Kader: Lea Uebach, Mia Basch, Antonia Häner, Kristin Bürger, Caro Hermsen, Victoria Popov, Annika Seidel, Mira Naber, Sabrina Küppers, Anna Lena Beul und Claudia Müller.