12 Oktober 2026
OLPE/ EMLICHHEIM. Die Enttäuschung nach der 1:3 Niederlage bei der Zweitvertretung von Bundesligisten SC Union Emlichheim war den Olper Volleyballerinnen deutlich anzusehen. Nachdem sie sich im ersten Satz noch knapp mit 25:20 gegen den Nachbarn im derzeitigen Kellerduell der Tabelle durchsetzen konnten, stieg ab Satz zwei die Anspannung auf Olper Seite und die Konzentration ließ nach, so dass sich zusehends Fehler bei den Aufschlägen und in der Annahme einschlichen.
Dabei waren die Ausgangsvoraussetzungen bei beiden Mannschaften ähnlich. Auch Emlichheim hatte nach einem knappen Klassenerhalt nach der vergangenen Saison einige personelle Abgänge zu verzeichnen und musste sich, aufgestockt mit Spielerinnen aus der dritten Mannschaft, neu finden. Zudem standen die etatmäßigen Mittelblocker nicht zur Verfügung und man musste kurzfristig einige der ehemaligen Spielerinnen rekrutieren. Auch Olpe konnte aufgrund von Krankheit und beruflicher Termine nicht mit vollem Kader anreisen und das Team ist nach wie vor in der Findungsphase. Für Emlichheim verbessert sich allerdings trotz des Drei-Punkte-Siegs die Tabellensituation kaum, da der Gegner, wegen wiederholter Nichterfüllung von Formalien, mit drei Minuspunkten in die Saison startete, bilden sie nach wie vor mit Null Punkten das Tabellenschlusslicht, zusammen mit den Olperinnen und dem TV Cloppenburg, die ebenfalls noch keine positive Bilanz auf ihrem Punktekonto verbuchen können.
Genau wie den SFG-Damen selbst, war auch Trainer Hans Gerke bewusst, dass in diesem Auswärtsspiel mehr zu holen gewesen wäre: „Hier hatten wir bis dato die größte Chance, zu gewinnen. Aber es hat eben noch nicht gereicht.“ Eine Teilschuld an der Niederlage nimmt er hierbei auf sich: „Wenn ich da jetzt taktisch etwas rein rufe und die Spielerinnen bitte, das umzusetzen, dann ist es primär meine Schuld wenn es nicht klappt, denn das müsste ich dann im Training auch mal mit der Mannschaft trainieren, dass ich rufe, dass sie dann auch im Training mal versuchen eine ganz spezielle Aufgabe kurzfristig umzusetzen. Wenn wir das nicht üben, ist es natürlich für die ein oder andere im Spiel sehr schwer umzusetzen.“ Dem erfahrenen Coach war durchaus bewusst, dass für viele der teilweise recht jungen Spielerinnen die taktischen Anforderungen in der dritten Liga komplettes Neuland sind. Immer wieder versuchte er den Druck von den Schultern seines Teams zu nehmen und seine Spielerinnen mit positiven Ansprachen aufzubauen. Gänzlich konnte er ihnen in Enttäuschung über die eigene Leistung aber nicht nehmen. Selbst Zuspielerin Victoria Popov, die von der Emlichheimer Trainerin zum MVP auf Olper Seite gekürt wurde, schien sich kaum über ihre Auszeichnung zu freuen.
Kader SFG1: Victoria Popov, Kristin Bürger, Antonia Häner, Mira Naber, Melanie Schäfer, Sabrina Küppers, Ida Schneider, Prisca Leifhelm, Isabel Braun, Fiona Herder