28 Januar 2026
OLPE. Da ist die offene Rechnung in der dritten Liga West, die die Olper Volleyballerinnen mit dem Gegner vom SV Bad Laer noch hatten, wohl nicht beglichen worden. Nachdem die Sauerländerinnen in der Hinrunde schon drei Punkte in Bad Laer gelassen hatten, war das erklärte Ziel für das Rückspiel, die begehrten Tabellenpunkte beim Heimspiel in Olpe zu behalten. Und nach einem starken Start im ersten Satz, sah es auch zunächst danach aus, als wenn dieses Vorhaben gelingen würde, jedoch schlichen sich zusehends Eigenfehler auf der Seite der SFG Damen ein und trotz weitgehend stabiler Annahme, kritisierte Trainer Michael Jürgens die oft fehlende Durchschlagkraft im Angriff, so dass am Ende nur ein Tabellenpunkt in der Stadt am Biggesee blieb und zwei in den südlichen Teil des Landkreises Osnabrück gingen.
„Das müssen wir komplett auf die eigene Kappe nehmen.“, kommentierte der Coach den Ausgang der Partie, „Bad Laer hat jetzt nicht schlecht gespielt, aber grade der erste Satz hat gezeigt, wie sehr wir das Spiel dominieren können und wie sehr wir das Spiel auch unter Kontrolle haben. Aber leider hat man das Spiel nicht nur in positiver Hinsicht unter Kontrolle, sondern auch in negativer. Man kann das Spiel ja auch so kontrollieren dass der Gegner die Punkte macht. Und das haben wir diesmal gemacht, indem wir in weiten Teilen des Spiels viel zu viele Eigenfehler gemacht haben und uns auch im Angriff nicht durchgesetzt haben.“ Dies habe dazu geführt, dass man sich selbst das Leben schwergemacht hätte, führte Jürgens weiter aus. Zwar hätte seine Mannschaft sich den einen Punkt absolut verdient, hätte aber dafür auch den Damen aus Bad Laer zwei Punkte gegeben.
Und die Ergebnisse der einzelnen Durchgänge gaben dem Olper Trainer recht, denn die zwei Sätze, die seine Damen gewonnen haben waren sehr eindeutig, wohingegen die verlorenen äußerst knapp ausgingen (25:18, 24:26, 23:25, 25:17 und 14:16 aus Olper Sicht). Ab der Mitte des zweiten Satzes ging irgendwie die Konzentration verloren. Erst nachdem der sonst eher ruhige Coach in der Auszeit in Satz drei eine lautstarke Ansprache hielt, kam wieder mehr Elan ins Spiel seines Teams.
Als Ausnahmen von dem fehlenden Druck im Angriff lobte Michael Jürgens Diagonalspielerin Anna Lena Beul und Mittelblockerin Clara Strunk. Beide hätte sich oft mit harten Angriffen durchsetzen können. So wurde Clara Strunk, die zudem mit vielen guten Blockaktionen glänzte, am Ende vom gegnerischen Trainer zum most valuable player gekürt. Und die Mittelblockerin erlebte das Spiel auf dem Feld ähnlich, wie Trainer und Publikum außerhalb: „Wir haben das Spiel bestimmt, egal ob wir den Satz gewonnen haben oder verloren. Bad Laer hat sehr konstant gespielt, wir leider nicht. Und das ist ja auch so ein wenig das Problem diese Saison bei uns. Und dass wir zudem diesmal zu verkopft gespielt haben. Wir waren sehr verkrampft zwischendurch und wir hatten einfach nicht die Lockerheit und den Spaß wie letztes Wochenende.“ Zudem wäre es für Olpe nicht einfach gegen Bad Laer zu spielen und schließlich hätte man sich im Vergleich zur Hinrunde gesteigert und immerhin einen Punkt erkämpft, führte sie weiter aus.
Trainer Damian Himmel betonte wie so häufig die positiven Aspekte und lobte die deutliche Verbesserung in der Annahme im Vergleich zum Beginn der Saison, dass der Block wieder gut agiert hätte und dass die Spielerinnen nach der „heißen Ansage“ von Trainer Michael Jürgens im dritten Satz diese verinnerlicht haben und sich auch direkt umstellen konnten.
Schon am kommenden Wochenende geht die Punktejagt für die Olper Volleyballerinnen in die nächste Runde mit dem weitesten Auswärtsspiel der Saison am Samstagabend in Bremen.
Kader SFG1: Lea Uebach, Clara Strunk, Victoria Popov, Antonia Häner, Mira Naber, Anna Lena Beul, Melanie Schäfer, Anja Kempny, Sabrina Küppers, Carolin Heydrich, Helen Dannenberg