17 Februar 2026
OLPE. Nichts zu holen gab es am Karnevalswochenende für die Olper Drittliga Volleyballerinnen beim Auswärtsspiel in Aachen. Ohne Punkte im Gepäck mussten sie nach nur 73 Minuten Spielzeit und einer deutlichen 0:3 Niederlage (20:25, 11:25, 20:25) die Heimreise ins Sauerland antreten. Doch schon die Vorzeichen waren ungünstig. Knie, Schulter, Handgelenk, waren nur einige der Begriffe, die man auf dem Weg zum Spiel hörte. Das Verletzungspech begleitet das Team weiterhin. Viele Spielerinnen sind angeschlagen. Und auch wenn man dies dem Team auf dem Spielfeld nicht anmerkte, kam an diesem Tag irgendwie kein richtiger Spielfluss zustande.
„Nachbesprechungen sind bei einem Sieg immer deutlich leichter“, erklärte Coach Damian Himmel im Anschluss an das Spiel. Dennoch wolle er die positiven Aspekte der Partie gegen den PTSV Aachen hervorheben. „Es haben auf allen Positionen sehr gute Einzelaktionen stattgefunden. Leider konnten wir daraus keine durchgehende Teamleistung machen. Und irgendwie konnten wir diesmal vom Gefühl her nicht diesen Spirit aufbauen. Außerdem fand ich gut, dass wir nicht aufgegeben haben, grade auch im letzten Satz. Da haben wir noch einmal versucht aufzudrehen. Und das Team hat zu keiner Zeit gezeigt, dass sie mit dem Satz abgeschlossen hätten. Die Mädels haben wirklich versucht, da noch was zu reißen.“ Leider hätte man immer zu spät damit angefangen und sei dem Gegner von Beginn an immer hinterhergelaufen und hätte versuchen müssen, wieder ranzukommen. Insgesamt konnte der Trainer die deutliche Niederlage nicht an einem speziellen Punkt festmachen, man hätte oft einfach nicht das gezeigt, was man sonst kann. Aachen sei einfach in allen Bereichen konstanter gewesen und auch nach Ansicht der Spielerinnen hätten die Gegnerinnen einfach ein fast fehlerfreies und cleveres Spiel gezeigt, während man selbst in vielen Spielzügen nicht die erforderliche Sicherheit gehabt hätte. „Wir waren heute in allen Elementen schlechter. Ich fand Aachen gar nicht so viel besser als im Hinspiel. Aber wir waren schlechter, weil wir im Kopf einfach irgendwie nicht zusammengespielt haben und dadurch waren wir ein bisschen unsere eigenen Gegner. Und das ist irgendwie schade. Denn eigentlich ist es ja das, was uns als Team auszeichnet, dass wir uns gegenseitig Vertrauen schenken und uns dadurch als Team hochzuziehen können“, erklärte Mittelblockerin Clara Strunk nach dem Spiel. Und auch von außen betrachtet fehlte über die gesamte Partie hinweg der Flow auf Olper Seite. Dass man in der dritten Liga einfach auch Spiele verlieren kann, sei klar und akzeptabel, war sich die Mannschaft einig, aber unnötig wäre es, wenn man dabei mehr gegen sich selbst spiele, als gegen das Team auf der anderen Netzseite.
Kapitänin Lea Uebach fand währenddessen anerkennende Worte für das gegnerische Team aus der für ihre Printen bekannten Kreisstadt: „Die haben ganz wenige Fehler gemacht, waren absolut überragend über Außen. Und zudem hat Aachen super intelligent gespielt und hat kaum in den Block geschlagen, obwohl die extrem schnelle Bälle hatten. Die haben einfach das Spiel verstanden. Und das haben wir heute nicht.“ Das sah auch Trainer Damian Himmel, der den Domstädterinnen ebenfalls ein starkes und konstantes Spiel attestierte. Aber sowohl Trainer als auch Mannschaft waren sich dennoch sicher, dass man auch gegen diesen Gegner an einem guten Tag und mit einer soliden Teamleistung mehr hätte ausrichten können.
„Ich hoffe, es bleibt nach dem Spiel heute in Gedanken, dass Einzelaktionen immer auch eine Teamaktion sind. Macht einer einen Punkt, macht das ganze Team diesen Punkt – egal wer den Punkt gemacht hat. Und das ist euer Punkt, den ihr euch verdient habt und der euch dann auch aufbauen soll. Und wenn wir uns daran einfach erinnern, werden im nächsten Spiel die guten Momente einfach wieder mehr werden“, schloss Damian Himmel seine Ansprache an seine Mannschaft in der Nachbesprechung. In allen Elementen des Spiels überzeugte am Samstag Mittelblockerin Helen Dannenberg. Sie wurde von der Aachener Trainerin zum MVP auf Olper Seite gekürt.
Kader SFG1: Lea Uebach, Clara Strunk, Victoria Popov, Antonia Häner, Mira Naber, Anna Lena Beul, Anja Kempny, Sabrina Küppers, Carolin Heydrich, Helen Dannenberg