10 Dezember 2025
OLPE. Mit der Bilanz von vier Punkten aus zwei Spielen an einem Wochenende sind die Drittliga Volleyballerinnen aus Olpe nach eigener Aussage sehr zufrieden. Nach einem kräftezehrenden Nachholspiel am Freitagabend auswärts gegen Mitaufsteiger Gladbeck, in dem sich Olpe mit 3:1 durchsetzen konnte, mussten die Sauerländerinnen am Samstag zur gewohnten Zeit zu Hause noch einmal gegen Blau-Weiß Lohne antreten. Gegen den Gegner, der sich nach einem wahren Aufstiegsmarathon bereits im zweiten Jahr in der dritten Liga West behaupten kann, nahmen die SFG Damen aus einem hart umkämpften Fünf-Satz-Spiel immerhin einen wichtigen Punkt für die Tabelle mit.
Lohne sei ein sehr starker Gegner gewesen, der sehr präzise und variabel angegriffen habe, waren sich Trainer und Team am Ende einig. Die Gäste aus Lohne hätten einfach sehr wenig eigene Fehler gemacht, und Olpe, gerade am Ende, einfach zu viele. Da sei das Ergebnis definitiv zufriedenstellend. „Ich hatte das Gefühl, wenn wir nur 5 Prozent weniger spielen, dann ist das Spiel direkt vorbei“, kommentierte Trainer Damian Himmel später das Spiel und verdeutlicht damit, das enorme Kopf an Kopf Rennen beider Mannschaften über den gesamten Verlauf hinweg. Nach einer Aufschlagserie von Lohne im zweiten Satz, hätten genau diese fünf Prozent gefehlt, was Lohne sofort konsequent genutzt habe. Dennoch kämpften sich die Olperinnen nach dem verlorenen zweiten Satz zurück ins Spiel und konnten mit einer konstanten Leistung Satz drei wieder für sich entscheiden. Im vierten Satz spielten beide Teams lange auf Augenhöhe, bis sich gegen Ende des Durchgangs auf Olper Seite die Eigenfehler häuften.
Außenangreiferin Mia Basch, die laut Damian Himmel am Samstag auch genauso stark angefangen habe, wie sie am Freitagabend aufgehört hat (MVP gegen Gladbeck), war zwar mit gemischten Gefühlen, aber doch ganz besonders motiviert in dieses Match gegangen. Denn für die 18-Jährige war es vorerst das letzte Volleyballspiel, da sie erstmal mit einer Freundin nach Australien geht. „Ich bin schon ein bisschen traurig, dass ich die nächsten Spiele nicht mehr dabei bin, weil es mir sehr viel Spaß macht mit der Mannschaft. Aber ich freue mich auch sehr, dass ich jetzt nach Australien fliege. Wir planen das schon seit der sechsten Klasse und ich bin echt gespannt, wie das jetzt alles wird.“ Mit dem Ausgang des Spiels war sie dennoch zufrieden: „Wir können insgesamt stolz sein, dass wir vier Punkte aus dem Wochenende mitgenommen haben. Es hätte auch ganz anders ausgehen können. Ich finde, das waren zwei richtig starke Teams und wir haben zwei richtig gute Spiele gezeigt. Am Samstag haben wir leider etwas zu viele Eigenfehler gemacht, besonders im zweiten und im fünften Satz. Aber ich denke, man sieht schon, dass wir gut mithalten können in der dritten Liga und uns da definitiv nicht verstecken müssen.“ Der Gegner hätte einfach gut angegriffen und den Olperinnen mit schnellen Pässen das Leben schwer gemacht, sodass besonders Block und Feldabwehr Probleme gehabt hätten. Umgekehrt hätte man selbst aber auch viele Bälle durchgekriegt, so dass es trotzdem ein gutes Spiel gewesen sei.
Most valuable player beim VC SFG Olpe wurde Zuspielerin Antonia Häner, die den Gegner aus Lohne mit variablen und gut verteilten Pässen durchgehend in Schach hielt.
Kader SFG1: Lea Uebach, Clara Strunk, Victoria Popov, Mia Basch. Kristin Bürger, Antonia Häner, Mira Naber, Anna Lena Beul, Melanie Schäfer, Anja Kempny, Sabrina Küppers, Carolin Heydrich, Helen Dannenberg, Sarah Bäumer