Mutmacher in Aachen: Olpe holt ersten Satz und zeigt klare Entwicklung

30 September 2026

OLPE/ AACHEN. Ohne Punkte, aber immerhin mit einem ersten Satzgewinn im Gepäck kehren die Olper Drittliga-Volleyballerinen aus Aachen zurück. Direkt der erste Durchgang ging an die frisch formierte Truppe von Trainer Hans Gerke (25:22). Etwas Schützenhilfe bekamen sie hierbei allerdings vom gegnerischen Trainer, der zu Beginn der Partie die Aufstellung seines eigenen Teams falsch notierte und so für Verwirrung auf der Seite der Heimmannschaft sorgte. Dies nutzen die Sauerländerinnen aus und setzten den Gegner von Anfang an mit starken Aufschlägen unter Druck. Leider konnten sie diese Qualität im Aufschlag nicht aufrecht erhalten und ab Satz zwei schlichen sich hier immer wieder Eigenfehler ein. Auch die Annahme wackelte phasenweise und so wurden viele direkte Punkte an die Damen vom PTSV Aachen vergeben. Und obwohl der Endstand nach vier Sätzen aus Olper Sicht 1:3 lautete, fand Coach Hans Gerke lobende und aufbauende Worte für sein Team: „Die Steigerung ist auf jeden Fall erkennbar. Was für mich ganz wichtig war, ist, dass die Annahme nicht so starr ist. Klar haben wir immer noch solche Einbrüche, aber dass auch mal eine obere Annahme freiwillig stattgefunden hat ist für mich entscheidend und das war ein toller Weg. Wo wir noch ein bisschen arbeiten müssen, ist im Block und im Angriff. Und auch der Aufschlag war heute nicht so stark wie im letzten Spiel.“ Die Trainingsziele für die kommende Woche sind somit also gesetzt.

Trotz einiger Einbrüche in den einzelnen Sätzen, kämpften sich die Olperinnen aber immer wieder ins Spiel und schafften es, die bisweilen größeren Rückstände zum Satzende auf nur wenige Punkte zu verkürzen. Die Mannschaft bewies damit einen enormen Kampfgeist und das, obwohl mehrere Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen waren.

Zum Most valuable player (MVP) wurde Zuspielerin Victoria Popov, die, genau wie Trainer Hans Gerke, dem Team eine insgesamt gute Leistung attestierte: „Ich finde, wir waren halt nie unterlegen und haben immer mindestens auf gleicher Höhe gespielt. Es gab ein paar wackelige Phasen, die uns am Ende vielleicht das Spiel gekostet haben, aber ich glaube, das kommt noch, dass wir uns da einspielen.“

Ein ebenfalls sehr überzeugendes Spiel lieferte Außenangreiferin Mira Naber. Die erst 16-jährige Jugendspielerin, die in der letzten Saison noch als Libera auf dem Feld stand, glänzte immer wieder mit spektakulären Abwehraktionen und sorgte mit starken Aufschlagserien und gezielten Angriffen für viel Stress beim Gegner.

Kader SFG1: Victoria Popov, Kristin Bürger, Antonia Häner, Mira Naber, Anna-Lena Knoll, Melanie Schäfer, Sabrina Küppers, Sylvia Urbaniak, Ida Schneider, Isabel Braun, Fiona Herder