28 Oktober 2026
OLPE/BREMEN. Erneut konnten die Olper Drittliga Volleyballerinnen keine Punkte mit ins Sauerland bringen. Nach nur rund eineinhalb Stunden Spielzeit mussten die SFG Damen nach einer 0:3 Niederlage gegen den TV Eiche Horn Bremen die etwa dreieinhalbstündige Rückfahrt antreten. Dabei sah es im ersten Satz noch recht ausgeglichen aus. Nach einem deutlichen Rückstand von neun Punkten, startete das Team von Trainer Hans Gerke die Aufholjagt bis zum Ausgleich und lieferte sich bis kurz vor Satzende ein recht enges Kopf-an -Kopf-Rennen mit den Gastgeberinnen. Nur in der Schlussphase konnten diese noch einmal davonziehen und den Satz für sich entscheiden, so dass es am Ende 25:18 gegen Olpe stand. Im zweiten Satz schlichen sich bei den Gästen aus dem Sauerland zusehends Fehler in der Annahme und der Abwehr ein, so dass die Olperinnen kaum noch Druck im Angriff machen konnten, sofern die Bälle denn nach vorne kamen. Und auch im dritten Durchgang konnten die SFG-Damen die wackelnde Annahme nicht stabilisieren, so dass diese beiden Sätze ebenfalls an Bremen gingen (25:10, 25:14).
Auch Trainer Hans Gerke sah in der schwachen Annahme den Dreh- und Angelpunkt des Spiels: „Meiner Meinung nach haben wir – genau wie in Emlichheim – wenn die Aufschlagspielerinnen harte Rotationsaufschläge gegen uns spielen, enorme Probleme in der Annahme. Und da müssen wir massiv dran arbeiten! Und dasselbe gilt für die Qualität, die wir heute in unseren Aufschlägen hatten. Das war wirklich nicht überragend. Wir werden also in der kommenden Woche sehr viel an der Annahme und eben auch an unseren Aufschlägen arbeiten müssen. Das hat bis zum nächsten Spieltag oberste Priorität.“
Die Schwierigkeit, vor der das Team hierbei steht, liegt darin, dass die besagten harten, meist gesprungenen, Rotationsaufschläge, noch in der letzten Saison technisch eher die Ausnahme im Frauenvolleyball in dieser Leistungsklasse darstellten. Die ehemalige Olper Spielerin Anna Lena Beul war eine der wenigen Spielerinnen in der Liga, die diese Aufschlagvariante spielte. Aktuell spielt keine der Olper Volleyballerinnen den gesprungenen Rotationsaufschlag. Aber der Coach kündigte schon an, neben Mittelblockerin Anna Lena Knoll, die den Rotationsaufschlag im Stand spielt, selbst, aktiv im Training aufzuschlagen, um die Annahme auf die kommende Spiele vorzubereiten. Zeit dafür bleibt den Olperinnen nur bis zum kommenden Wochenende, denn da empfangen sie zu Hause den TV Cloppenburg.
Die silberne Medaille für den Most valuable player ging auf Olper Seite an Zuspielerin Victoria Popov.
Kader SFG1: Victoria Popov, Mira Naber, Anna Lena Knoll, Melanie Schäfer, Sylvia Urbaniak, Ida Schneider, Prisca Leifhelm, Isabel Braun, Fiona Herder