29 März 2026
OLPE/ KÖLN. So langsam wird die Luft dünn für die Drittliga Volleyballerinnen vom VC SFG Olpe. Nach der 1:3 Niederlage am Sonntag beim FCJ Köln, die sich ebenfalls auf einem Abstiegsplatz und mit drei Tabellenpunkten weniger direkt hinter den Olperinnen befinden, bleiben nur noch zwei Saisonspiele übrig, in denen der Klassenerhalt gelingen könnte – wenn die Gegner mitspielen und ihrerseits die rettenden Zähler liegenlassen.
Dabei erwischte Olpe keinen ganz schlechten Start, lieferte sich mit den Kölnerinnen im ersten Satz lange ein Kopf an Kopf Rennen mit knapp besserem Ende für die Domstädterinnen (29:27) und konnte den zweiten Satz sogar für sich entscheiden. Und das trotz des großen Schreckmoments in der Mitte des zweiten Durchgangs, als Mittlblockerin Helen Dannenberg verletzt und von Trainer und Mitspielerinnen gestützt das Spielfeld verlassen musste. Eingewechselt wurde Kapitänin Lea Uebach, die normalerweise auf der Diagonalposition spielt und dort mit Erfahrung und Spielverständnis für Stabilität sorgt. Heute konnte sie in der Mitte zeigen, welche Talente noch in ihr stecken und wurde letztendlich auch von dem gegnerischen Trainer zum MVP auf Olper Seite gekürt.
Und obwohl der Ausfall von Helen Dannenberg die Mannschaft sichtlich bewegte, war sich Trainer Damian nach dem Spiel sicher, dass dies nicht der entscheidende Faktor in diesem Spiel gewesen sei: „Mir war die ganze Zeit so, als wäre irgendwie so ein trüber Film über das Spielfeld verstreut. Irgendwie haben wir einfach nicht so diesen Lauf reingekriegt, den wir sonst zusammen hatten. Natürlich erschwert so eine Verletzungssituation mitten im Spiel das ganze noch mal. Aber irgendwie haben wir nie so den Rhythmus gefunden, dieses ‚jetzt läufts‘. Wir haben auch ein bisschen overpaced, weil wir einfach alles geben wollten und dann so ein bisschen mit der Brechstange dadurch wollten.“
Auch most valuable player des Spiels, Kapitänin Lea Uebach, sah die Schwierigkeiten nicht in dem unerwarteten Wechsel: „Zum Teil haben wir in der Abwehr zu spät gestanden und wir sind auch schlecht in die Annahme reingekommen. Da hatten wir nachher bessere Phasen, aber wir sind mit der Zeit alle verkopfter geworden und dann ist alles angespannter geworden und zum Teil auch ein Stückchen schlechter. Und dann, das hat Damian schon richtig gesagt, sind wir im Angriff mit der Brechstange rangegangen und waren viel weniger Variabel als die Gegner.“
Da der Tabellennachbar FC Union Emlichheim, der punktgleich mit Olpe ist, aber dank eines besseren Satzverhältnisses über den Sauerländerinnen steht, auch verlor, ändert sich an der Tabellenplatzierung für Olpe nichts und rechnerisch bleibt der Klassenerhalt noch möglich. So können Mannschaft und Fans weiter hoffen und alles geben. Und Fans waren zu diesem Spiel einige angereist, denn trotz der Niederlange freuten sich die SFG Damen über ihre lautstarke Fankurve, die den Kölner Fans zahlenmäßig deutlich überlegen war und die das Auswärtsspiel beinahe wie ein Heimspiel wirken ließ.
Kader SFG1: Lea Uebach, Clara Strunk, Victoria Popov, Mia Basch, Kristin Bürger, Antonia Häner, Mira Naber, Anna Lena Beul, Melanie Schäfer, Anja Kempny, Sabrina Küppers, Carolin Heydrich, Helen Dannenberg