VC SFG Olpe

Spannend auch nach dem Abpfiff

Nachdem das letzte Spiel der U16-Volleyballerinnen des VC SFG Olpe abgepfiffen war, ging die eigentliche Spannung erst richtig los. Der Adrenalinspiegel stieg noch einmal. Ziel aller vier Mannschaften, die in Dingden aufeinandertrafen, war die endgültige Qualifikation für die westdeutschen Titelkämpfe. In vier Gruppen wurden NRW-weit die Teilnehmer ermittelt. Klar, die Gruppensieger sind dabei, aber nur drei Gruppenzweite – der schlechteste Zweite scheidet aus. Doch dazu später.

Zahlreiche Eltern machten sich mit Trainer Lukas Hunold und den SFG-Mädels auf den Weg zum Niederrhein, nachdem in der Woche zuvor Orkantief Sabine für eine Verlegung gesorgt hatte. Und gleich in der ersten Partie war fast Partystimmung, ging es doch unter lautstarker Unterstützung heimischer Fans sofort gegen Gastgeber SV Blau-Weiß Dingden.

Die Phonstärke nahm zu, als die blauweißen Mädels schnell mit 10:1 gegen SFG führten. „Wir haben den Start total verpennt“, blickt Lukas Hunold zurück, sah dann aber auch, dass seine Truppe langsam, aber sicher ins Spiel zurückfand. Doch es reichte nicht mehr ganz: 24:26. „Wir waren das klar bessere Team.“ Und das bestätigte sich auch in den beiden folgenden Sätzen: 25:12 und 15:6. Der erste Schritt nach Lünen zur „Westdeutschen“ war getan.

Doch gegen TV Eintracht Vogelsang (Gevelsberg) folgte die Ernüchterung. 0:2 (9:25,21:25). „Da hatten wir keine Chance, die waren klar besser“, wollte der SFG-Coach auch nichts beschönigen, „die spielten unheimlich schnell, auch mit Aufsteigern. Dennoch konnten wir im zweiten Satz etwas mithalten.“

In der Partie gegen DJK Sportfreunde Datteln ging es um „Sein oder Nichtsein“, das war in Dingden die Frage. Und die wurde deutlich beantwortet. „Im ersten Satz waren wir sehr überlegen, besaßen die größere Durchschlagskraft“, analysierte Lukas Hunold, um dann im zweiten Durchgang fast ein Déjà-vu wie in der Auftaktpartie gegen Dingden zu erleben. 0:8. Doch dann haben sich die Franziskus-Mädels rangekämpft: 25:16 und damit 2:0. Platz 2 in der Gruppe. Aber reicht das? Nur 4:3 Sätze.

Die Handys wurden gezückt, vor allem bei den Eltern. Wie sind die Ergebnisse der anderen Gruppen? Bange und lange Minuten der Wartezeit. Die Eltern aufgeregter als Mädels. Klar, wenn in den anderen Gruppen alles „normal“ läuft, könnte die Teilnahme verpasst sein. „Normal“ bedeutet, dass alle anderen Gruppenzweiten 4:2 Punkte und 4:2 Sätze haben, SFG hätte dann mit 4:2 Punkten und 4:3 Sätzen das Nachsehen.

Doch dann die Erlösung: in zwei weiteren Gruppen dieselbe Konstellation wie in Dingden – und die besseren Punkte aus allen Sätzen sprachen nicht nur für Lukas Hunold, sondern auch für Kathi Engel, Nele Faber, Laura Kautz, Nina Kebbekus, Anna Kleine, Jana Kraft, Mirja Leusing, Dana Menne, Vicy Popov und Eva van Vianen.

Wenn am 7./8. März in Lünen der NRW-Meister ermittelt wird, wird sich wieder ein Eltern-Tross gen Lippe bewegen. „Wir, die Eltern, werden uns in einem Hotel einquartieren, während die Mädels in einer Jugendherberge untergebracht werden sollen“, freut sich Georg Engel, Vater von Kathi Engel, schon jetzt auf den großen Höhepunkt, stellvertretend für viele Eltern. „Wir sind froh, dass wir dabei sind, alles andere ist völlig egal“, resümiert der engagierte Trainer, „alles Weitere ist Zugabe.“

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